Leute fragen mich oft, "Linda, wie kannst Du denn die ganze Zeit immer gut gelaunt sein". Und meine Antwort war immer, "weil mein Nachname Fröhlich ist, und den muss ich natürlich stets vertreten!" 

 

Soweit ich zurückdenken kann, war ich immer eine lebensfrohe Person, laut und quicklebendig. Im zarten Alter von 12 Jahren hab ich meine Leidenschaft für Basketball entdeckt und mit viel harter Arbeit und Disziplin, war der Erfolg auch nicht fern. Durch diszipliniertes Training habe ich im Sport viele Sache erreichen können und 1998 habe ich dann sogar ein Basketball Stipendium für die Universität in Las Vegas (UNLV) verdient.

Dann als ich plötzlich alleine in den USA war, ganz weit weg von meiner Familie, bemerkte ich dass etwas in meinem Leben fehlte und mir fiel das Lächeln plötzlich nicht immer so leicht. Bei meiner Familie hatte ich immer jemanden, auf dessen Schulter ich mich ausweinen konnte, ein Ohr, das mir zuhörte, und Menschen, die mir in schweren Zeiten zur Seite standen.  Dadurch dass ich nun tausende von Kilometern von ihnen entfernt war, bemerkte ich, dass etwas in meinem Leben fehlte. Je mehr ich mich damit befasste, desto mehr wurde mir bewusst, dass es nicht nur meine Familie war, die mir fehlte. Es war etwas Größeres als das. Etwas, das für immer und überall mit mir sein würde.

 

In meinem zweiten Jahr an der Uni fiel mir eine Campus-Gruppe auf, die voll mit lebensfrohen Menschen war, dessen Nachname nicht Fröhlich war. Also wunderte ich mich und ich wollte wissen, was es war, dass sie so fröhlich erscheinen liess. Die jungen Studenten erzählten mir, dass sie gebetet haben, um Jesus Christus als ihren Erlöser zu bekommen. Anfangs war ich verschreckt und ein wenig abgeneigt, da der Begriff "Christen" eher einen negativen Beigeschmack für mich hatte. Aber wegen ihrer positiven Ausstrahlung und Einstellung verbrachte ich mehr und mehr Zeit mit ihnen und "musste" mir "zwangsweise" Geschichten von Jesus anhören, und dem was Er im Leben von anderen Menschen getan hatte. Ich war kein definitiv kein leichter "Abnehmer".

 

Nach langem Kampf gegen all die christliche Fakten und Ringen mit dem, was ich als Kind gelernt hatte, konnte ich der Liebe von Gott letztenendes nicht widerstehen. In einer Kirche in Las Vegas kam mir eines Tages ein Gefühl über mich, das mir sagte, dass ich Gott in mein Leben lassen wollte. Ich wollte nicht mehr alleine durch mein Leben kämpfen müssen, und Gott an meiner Seite haben. An diesem Tag bin ich eine Christin "geworden"; eine Person, die glaubt, dass Jesus Christus am Kreuz für unsere Sünden gestorben ist, und uns somit das ewige Leben geschenkt hat.

 

Jesus als meinen Erlöser zu akzeptieren hat das Gewicht des Lebens von meinen Schultern gehoben, und ich bin seitdem in der Lage, mein Leben freier zu geniessen. Natürlich gibt's auch bei mir noch Probleme und harte Zeiten- keinem wird das auf Erden erspart- aber jetzt habe ich keine Angst mehr und sehe jedes Problem eher als eine Herausforderung von Gott, der will dass ich als Person wachse... alles passiert aus Bestimmung und Grund für mein Sein.

Also, wenn Leute mich jetzt fragen, warum ich immer fröhlich bin, sage ich von ganzen Herzen, dass es die Freude ist, die unser Herr mir gibt.